Kolpingwerk NRW: Wechsel der Landesgeschäftsführung

Tue Jul 10 10:57:32 CEST 2018
Am 7. Juli trafen sich die Delegierten aus den NRW-Diözesanverbänden Essen, Aachen, Köln, Münster und Paderborn zur Landesversammlung in Essen. Neben Regularien stand mit den Wahlen auch ein Generationswechsel in der Geschäftsführung an.

Reinlinde Steinhofer (DV Paderborn) stellte sich als Landesgeschäftsführerin nicht erneut zur Wahl. Viele Jahre hatte sie im NRW-Landesvorstand des Kolpingwerkes gewirkt und wurde mit dankbarem Applaus verabschiedet.

Die NRW-Delegierten wählten Daniel Fissenewert zum neuen Landesgeschäftsführer. Der 33-Jährige kennt Kolping von der Pike auf, ist hauptberuflich Leiter des Kolping-Verbandssekretariates im Diözesanverband Münster und betreut seit einem Jahr im Landesvorstand den Bereich der sozialen und wirtschaftlichen Selbstverwaltung.

Neben der Wahl des Landesgeschäftsführers wurden die Vertreter und Vertreterinnen aus den fünf Diözesanverbänden, Maria Taube (DV Aachen), Hans-Josef Winkler (DV Essen), Martin Rose (DV Köln) und Heribert Knollmann (DV Münster) als Mitglieder des Landesvorstandes wiedergewählt. Für den Diözesanverband Paderborn schied Else Garske aus. Als ihr Nachfolger wurde Wolfgang Gelhard gewählt.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Nacke (Münster) hatte vor einem Jahr das Amt des Landesvorsitzenden des Kolpingwerkes NRW übernommen. In seinem ersten Rechenschaftsbericht stellte er die vielseitige Arbeit vor. So habe sich das Kolpingwerk NRW zum Entfesselungspaket und zu den Diskussionen um die Ladenöffnungszeiten an Heilig Abend positioniert. Seit einiger Zeit gebe es seitens der Landtagsabgeordneten auch einen fraktionsübergreifenden Stammtisch von Kolpingmitgliedern, die sich im Landtag über sozial-politische Themen austauschten.

Fachtag zu landespolitischen Themen junger Menschen

Zudem befasste sich die Landesversammlung auf dem der Landesversammlung angeschlossenen Fachtag mit der Frage, welche landespolitischen Herausforderungen aus Sicht junger Menschen in NRW bestehen. Hierzu ging Sarah Primus, Vorsitzende des BDKJ NRW (Bund Deutscher Katholischer Jugend), auf vielfältige Themen ein. So sei die Kinderarmut in NRW eine besondere Herausforderung, die schnell angegangen werden müsse. Hier sei seitens der neuen Regierung im ersten Jahr noch nichts geschehen. Positiv wird die Rückkehr zu G9 gesehen, so Primus. Freiräume für Kinder und Jugendlichen seien wichtig, dürfe aber nicht nur auf das Gymnasium und die Debatte um G9 geführt werden.

 

Text: Daniel Fissenewert / Rita Kleinschneider

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