KF Wesseling St. Andreas: Zu Besuch bei Freunden in der Ukraine

Tue Jun 26 08:39:31 CEST 2018
In der Zeit vom 13. bis 21. Juni war eine 15köpfige Reisegruppe der Kolpingsfamilie zu Besuch beim Kolpingwerk in der Westukraine. Ziel der Reise war es, den Kolpingfreunden zu begegnen und sich über ihre Arbeit zu informieren.

Beim Besuch der einzelnen Kolpingsfamilien erlebten die Gäste aus Deutschland eine große Gastfreundschaft und erhielten Einblick in die Projektarbeit der Kolpingsfamilien. Besonders beeindruckend war das Projekt der Universität für das dritte Lebensalter. Im Rahmen dieser Projekte bringt die Kolpingsfamilie ältere Referenten mit Senioren in einzelnen Seminaren zusammen.

Die Bandbreite der Seminare ist dabei weit gespannt: es gibt Sprachkurse, Seminare in Psychologie, Geschichte und Kunstgeschichte sowie Kurse zur Handynutzung. Wie wichtig den Senioren diese Seminare sind, drückte eine Teilnehmerin so aus: „Das Erlernen einer Fremdsprache im Alter verhindert Falten besser als manche Creme!“.

Die Kolpingsfamilien reagieren jedoch auch auf Probleme, die durch den Krieg in der Ostukraine entstehen. So haben sie Projekte zur Unterstützung der Binnenflüchtlinge gestartet, sammeln Mittel zur Unterstützung verwundeter Soldaten und helfen Flüchtlingen bei der Eingewöhnung in die neue Umgebung. Andere Kolpingsfamilien haben Projekte zur Unterstützung von behinderten Kindern gestartet, betreuen diese in besonderen Kindergartengruppen oder unterhalten ein kleines medizinisches Zentrum.

Für die Mitglieder aus Wesseling war es sehr interessant zu erfahren, dass zum Kolpingwerk der Ukraine sowohl römisch-katholische Kolpingsfamilien gehören, als auch griechisch-katholische Gruppen. Alle Kolpingsfamilien arbeiten in ökumenischer Weise gut zusammen.

Dass das Kolpingwerk heute in der Ukraine in Kirche und Gesellschaft einen so guten Ruf hat, liegt ganz wesentlich an dem starken ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder. In den Kolpingsfamilien engagieren sich viele Jugendliche. Das Durchschnittsalter liegt unter 40 Jahren.

Manche der Projekte des Kolpingwerkes wurden zum Modell für andere NGO`s und für staatliche Stellen. Wie sehr die Kirche die Arbeit des Kolpingwerkes schätzt, wurde beim Besuch des Erzbischofs von Lemberg Herrn Miecislaus Mokrzycki deutlich. Er dankte nicht nur für die solidarische Unterstützung aus Deutschland, sondern würdigte auch ausdrücklich die gute Arbeit des Kolpingwerkes in der Ukraine.

Den Teilnehmern der Reisegruppe hat diese Reise nicht nur viele neue Eindrücke von Land und Leuten in der Ukraine gebracht, sondern auch viele freundschaftliche Kontakte mit den Kolpingfreunden. Es war eine Reise, die die besuchten Kolpingsfamilien und die Gäste nachhaltig beeindruckt hat.

 

Text: Hubert Tintelott

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