KF Dieringhausen: Radwallfahrt zur Abtei Maria Laach

Mon Jun 18 09:42:00 CEST 2018
Kevelaer und Schönstatt – das waren die letzten Ziele der der radelnden Wallfahrer der Kolpingsfamilie Dieringhausen. In diesem Jahr wurde erstmalig Maria Laach ins Auge gefasst.

Der Knackpunkt, insbesondere für ältere Teilnehmer, waren der Höhenunterschied von über 400 Metern vom Rhein in die Eifel. Nach einigen Recherchen wurde eine Lösung gefunden, wie man diese Hürde ohne allzu große, schweißtreibende Anstrengung überwinden konnte. Die Brohltal-Eisenbahn, auch als „Vulkan-Express“ bekannt, kam als Lösung ins Gespräch. So wurde dann mit Jugendherbergen und anderen Einrichtungen telefoniert, um Unterkünfte zu sichern. Auch eine Platzreservierung für den VulkanExpress war erforderlich.

14 Wallfahrer meldeten sich an, um vom 22.-25. Mai diese Radwallfahrt mit Kaplan Niccolo Galetti zu meistern. Am 22. Mai ging es los: Um 09.30 Uhr fuhr die Gruppe mit dem Zug von Dieringhausen nach Overath. Vorher wurde das Gepäck in den altehrwürdigen VW-Bus von Achim Fikus verladen, der uns unterwegs als Verpflegungsstation dienen sollte.

Ab Overath radelten wir Richtung Jugendherberge Bonn-Venusberg. Auf dieser Etappe war uns der Wettergott nicht so hold. So kam uns in Wahlscheid die Bartholomäus Kapelle und Diakon Ralf Schwenk wie gerufen. Dort fanden wir Schutz vor dem ersten großen Schauer. Kurz entschlossen endschied sich Kaplan Galetti, dort auch die erste Messe zu feiern.

Begleitet von mehreren Schauern erreichten wir am Spätnachmittag die auf dem Venusberg gelegene Jugendherberge. Dort saßen wir nach dem Abendessen noch gemütlich beisammen. Einige von uns spielten begeistert Rommee.

Die nächste Etappe führte uns am Rhein entlang zur Ahrmündung. Von dort folgten wir dem Lauf der Ahr aufwärts bis Ahrweiler, wo wir Unterkunft im Jugendgästehaus fanden. Vor dem Abendessen feierten wir eine weitere Hl. Messe in der wunderschönen St. Anna Kapelle im Stadtteil Bachem. Zwischenzeitlich hatte sich noch Kaplan Antanas Karciauskas für einen kurzen Besuch bei uns angesagt. Gemeinsam besuchten wir die wunderschöne Altstadt von Ahrweiler. Der Tag klang in der Weinlaube vom Weingut Coels aus. Über den verlegten Autoschlüssel  von unserem treuen VW-Bus und dessen Folgen berichten die Beteiligten lieber selbst, oder?

Am nächsten Morgen ging es nach dem guten Frühstück bis nach Brohl-Lützing. Dort hatten wir noch etwas Zeit, um eine Erfrischung zu uns zu nehmen, bevor dann nach dem Verladen der Räder, der Vulkan-Express Richtung Engeln mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit startete. In einem der Waggons waren Plätze für die „Kolpingfamilie der Kath. Kirchengemeinde“ reserviert. Nach 1,5 Stunden erreichten wir den Bahnhof von Engeln.

Weiter ging es mit den Rädern zur „Freizeit- Sport-  und Bildungsstätte Brohltal“. Dort waren zwei „Nur-Dach-Häuser“ für uns reserviert. Was wir nicht wussten: Es gab nur Matratzenlager. Keine Decken, Bettwäsche oder Kissen. Was tun? Improvisieren. Unser treuer Achim machte sich mit Helfern auf nach Mayen. Einkaufen mussten wir sowieso, da Selbstverpflegung angesagt war. In der Zwischenzeit hatten zwei tatkräftige Damen (Simone + Christine) halbe Wälder herbeigeschafft und Tische aus dem Gemeinschaftsraum hergeschleppt. Gemeinsam entfachten wir ein Feuer unter dem Schwenkgrill. Dann kamen unsere Einkäufer aus Mayen zurück. Sie hatten neben Grillgut, Brot und Gurken für jeden eine Fleecedecke für die Nacht erstanden. Nach dem gemeinsamen Grillen haben wir noch lange an dem schönen Lagerfeuer gesessen. Getränke waren auch reichlich vorhanden. Spät ging es zum Matratzenhorchdienst.

Am letzten Tag nahmen wir um 08.30 Uhr unser Frühstück bei der Bäckerei Schmitz in Weibern ein. Wir wurden von einer super netten Verkäuferin mit Teilchen und belegten Brötchen verwöhnt. Dann hieß es, alle Kräfte zu mobilisieren. Galt es doch, neben mehreren Steigungen auch den Anstieg zum „Gänsehals“ in 575 Metern Höhe zu meistern, bevor dann die Abfahrt zur Abtei „Maria Laach“ begann.

In der Abteikirche haben wir zusammen mit den Mönchen gebetet. Danach hatten wir Freizeit bis zum Dank- und Abschlussgottesdienst mit Kaplan Galetti.

In weiteren zwei Stunden ging es bergab zum Bahnhof nach Weißenthurm. Mit der RB 26 und ab Köln mit der RB 25 fuhren wir zurück nach Dieringhausen, wo wir um 20.30 Uhr eintrafen. Es war dieses Mal alles etwas anders. Besonders in der Hocheifel fühlte man sich im Matratzenlager und Lagerfeuer in die Jugendzeit versetzt.

Text: Hans-Gerd Klein

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