Freitagsklick - Kostenlos und ehrenamtlich: Persönliche Beratung in Rentenfragen

Fri Oct 19 08:00:00 CEST 2018
"Wann kann ich denn in Rente gehen?" Diese Frage hört Ralf Lehser häufig. Er ist einer von 2.600 ehrenamtlichen Versichertenberatern der Selbstverwaltung bei der Deutschen Rentenversicherung Bund. Daneben gibt es auch bspw. bei der DRV Rheinland, Westfalen und der Knappschaft Versichertenberater. Er berät Versicherte und Rentner kostenlos im Landkreis Euskirchen zur gesetzlichen Rentenversicherung und unterstützt bei Anträgen. "Seit Oktober 2011 bin ich ehrenamtlich für Kolping dabei", sagt Ralf Lehser und lacht: "Meine erste Terminanfrage war dann schon auf dem Anrufbeantworter."

Bei Bedarf: Hausbesuch

Ralf Lehser
Ralf Lehser

„Die Versicherten, die zu mir kommen, haben viele Fragen. Sie brauchen Ruhe und müssen erstmal reden“, sagt Lehser. Wie stelle ich einen Antrag? Wie lange muss ich arbeiten, und kann ich vielleicht schon früher in Rente gehen? Die Antworten auf diese Fragen liegen nicht immer auf der Hand, denn kein Erwerbsleben verläuft wie das andere. Bis zu 45 Versicherte berät Ralf Lehser im Monat – bei sich zu Hause in Zülpich. „Die meisten beschäftigen sich leider erst mit der Rente, wenn es soweit ist. Je früher man sich jedoch damit beschäftigt, umso besser und optimaler ist dies für den Betreffenden“, sagt er. Wer selbst nicht mehr mobil ist, kann mit den Versichertenberatern auch einen Hausbesuch vereinbaren. Das kostet die Versicherten nichts, selbst dann nicht, wenn in einem komplizierten Fall mehrere Termine benötigt werden, bis der Antrag fertig ist.

Bis alles stimmig ist!

Ralf Lehser berät zu allgemeinen Fragen der Rente, hilft bei Rentenanträgen und bei Rentenkontoklärungen, also bei der lückenlosen Aufstellung des Versicherungsverlaufs. „Hilfe ist wichtig“, findet er. Und die Beratung endet erst, „wenn alles stimmig und in der Tüte ist“.

Bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit können sich die Versichertenberaterinnen und -berater auf die Unterstützung durch die Deutsche Rentenversicherung verlassen. Dort kümmern sich die Mitarbeiter im Büro der Selbstverwaltung um organisatorische Fragen, um Material und um regelmäßige Schulungen, damit die Ehrenamtlichen immer auf den neuesten Stand sind. Und sie begleiten Interessierte auch auf dem Weg ins Ehrenamt.

 

 

 

Darum sind Sozialwahlen wichtig!

Rund 140 davon sind Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer (ACA). Sie sind selbst Versicherte oder Rentenbezieher der Deutschen Rentenversicherung und kennen die Probleme aus erster Hand. Darüber hinaus sind die ehrenamtlich Tätigen eine wichtige Verbindung zwischen Versicherten und Selbstverwaltung. Die Fragen, mit denen sie täglich konfrontiert sind, ergeben ein gutes Bild der Anliegen der Versicherten und Rentner. Über die Selbstverwaltung werden diese Anliegen bei den Entscheidungen zur Rente in der Sozialversicherung berücksichtigt. Die Versichertenberaterinnen und -berater werden im Jahr der Sozialwahl von der Vertreterversammlung für eine sechsjährige Amtszeit gewählt.

 

Text: Kolpingwerk DV Köln

 

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